Weniger essen, weniger Alkohol, Fasten, mehr Sport.....Kennst du das?
Mein Tipp für das Jahr 2023! Viele von uns nehmen sich zum Jahreswechsel die gleichen Vorsätze vor: Weniger essen, weniger Alkohol, Fasten, mehr Sport. Kennst du das? Kaum ist das neue Jahr da, wollen wir alles auf einmal ändern und unseren Körper in Rekordzeit umkrempeln.
Warum Vorsätze oft scheitern
In den ersten Januartagen sind wir Menschen motiviert und voller Power. Wir wollen weniger essen, weniger Alkohol trinken, mit dem Fasten beginnen und endlich mehr Sport treiben. Doch man darf nie vergessen: Von 0 auf 100 funktioniert selten gut, denn alles braucht seine Zeit und hat seine Zeit. Wer sich zu viel auf einmal vornimmt, läuft Gefahr, schon nach wenigen Wochen frustriert aufzugeben. Nachhaltige Veränderung entsteht nicht durch radikale Verbote, sondern durch kleine, stabile Gewohnheiten, die sich Schritt für Schritt in den Alltag integrieren lassen.
Sanfter Einstieg in die ayurvedische Ernährung
Für diejenigen, die vielleicht als Ziel haben, ihre Ernährung auf eine ayurvedische Ernährung umzustellen, habe ich deshalb folgende Tipps zusammengestellt, die leicht in jedes Leben passen:
1. Vegetarische Kost als Basis
Im Ayurveda wird überwiegend auf vegetarische Kost Wert gelegt. Fleisch wird aber nicht grundsätzlich abgelehnt – es geht vielmehr um Qualität, Menge und Bewusstsein beim Essen.
2. Schritt für Schritt statt Radikalkur
Geh in kleinen Schritten vor. Als Erstes empfiehlt sich eine Umstellung von rotem Fleisch auf Geflügel oder Fisch und davon mit der Zeit auch immer weniger. So gewöhnt sich der Körper langsam an die neue Ernährungsweise, ohne dass du dich unter Druck setzt.
3. Hochwertige Kohlenhydrate wählen
Achte auf hochwertige Kohlenhydrate in Form von Vollkornprodukten. Diese liefern nicht nur langanhaltende Energie, sondern unterstützen auch die Verdauung – ein zentraler Aspekt im Ayurveda.
4. Ausgewogenheit statt Druck
Achte auf eine ausgewogene Ernährung, setz dich nicht unter Druck, achte auf dein Tempo, das dir guttut, und die Umstellung soll auch Spaß machen. Ob du dabei auf weniger essen, weniger Alkohol oder gelegentliches Fasten setzt oder zusätzlich mehr Sport in deinen Alltag einbaust – wichtig ist, dass es sich für dich stimmig anfühlt und langfristig durchhaltbar bleibt.
Warum wir im Ayurveda nicht rein vegan essen
In den 6000 Jahren seit Bestehen des Ayurveda wurde die Erfahrung gemacht, dass es zum Beispiel kein besseres Fett auf der Welt gibt außer Ghee mit seinem hohen gesundheitlichen Nutzen. Auch Milch – natürlich kommt es da auf die Herkunft an – wird im Ayurveda als sehr hochwertig geschätzt. Diese jahrtausendealte Erfahrung zeigt: Nicht jede Ernährungsphilosophie muss extrem sein, um wirksam zu sein.
Fazit: Kleine Schritte statt große Sprünge
Ob weniger essen, weniger Alkohol, Fasten oder mehr Sport – die besten Vorsätze scheitern meist nicht am Willen, sondern am Tempo. Gib deinem Körper und deinem Geist die Zeit, sich an neue Gewohnheiten anzupassen. So wird aus einem kurzfristigen Vorsatz eine echte, langfristige Veränderung.
