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Was ist medizinisches Cannabis und wobei hilft es?

Wie dieser Artikel entstanden ist

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Was ist medizinisches Cannabis und wobei hilft es?

Cannabis, auch bekannt als Marihuana, wird seit Jahrhunderten medizinisch verwendet. Es besteht aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanze, die getrocknet, geräuchert oder erhitzt werden, um beispielsweise Cannabisöl herzustellen. Doch was ist medizinisches Cannabis genau und wobei hilft es im Alltag von Patientinnen und Patienten? Medizinisches Cannabis wird verwendet, um Schmerzen zu lindern und verschiedene Erkrankungen zu behandeln, darunter chronische Schmerzen, Krebsbeschwerden, Epilepsie, Alzheimer-Krankheit und Schlafstörungen. Auch bei Appetitlosigkeit, Übelkeit während einer Chemotherapie, Multipler Sklerose und bestimmten psychischen Erkrankungen kommt medizinisches Cannabis zunehmend zum Einsatz.

Wirkstoffe: THC und CBD im Überblick

Verantwortlich für die medizinischen Effekte sind vor allem zwei Cannabinoide: THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). THC wirkt psychoaktiv, lindert Schmerzen und regt den Appetit an, während CBD entzündungshemmend, angstlösend und krampflösend wirkt, ohne einen Rausch auszulösen. Je nach Erkrankung und individuellem Beschwerdebild kommen unterschiedliche Verhältnisse dieser beiden Wirkstoffe zum Einsatz.

Die medizinische Verwendung von Marihuana und seine verschiedenen Verabreichungsformen

Die medizinischen Verwendungen von medizinischem Marihuana sind enorm. Verschiedene Darreichungsformen wie orale Einnahme, topische Applikation oder Inhalation haben unterschiedliche medizinische Wirkungen. So wirkt inhaliertes Cannabis meist schneller, während Öle und Kapseln zur oralen Einnahme eine längere, gleichmäßigere Wirkung entfalten. Topische Anwendungen wie Cremes oder Salben kommen vor allem bei lokalen Schmerzen oder Hautbeschwerden zum Einsatz.

Medizinisches Marihuana kann zudem in vielen Bereichen eingesetzt werden, zum Beispiel in Rehabilitationszentren, Pflegeheimen oder in der ambulanten Schmerztherapie. Auch in der Palliativmedizin gewinnt medizinisches Cannabis zunehmend an Bedeutung, da es Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und starke Schmerzen lindern kann.

Vorteile gegenüber klassischen Medikamenten

Medizinisches Marihuana wird nicht nur wegen seiner medizinischen Eigenschaften ausgewählt, sondern auch, weil es in vielen Fällen weniger kostspielig ist als herkömmliche verschreibungspflichtige Medikamente und nicht die gleichen Nebenwirkungen hat. Es hat das Potenzial, zahlreiche Medikamente zu ersetzen, die derzeit zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt werden – insbesondere dann, wenn klassische Therapien nicht ausreichend wirken oder starke Nebenwirkungen verursachen.

Für welche Beschwerden kommt medizinisches Cannabis infrage?

  • Chronische Schmerzen, etwa bei Rückenleiden oder Nervenschmerzen
  • Krebserkrankungen und begleitende Chemotherapie-Nebenwirkungen
  • Epilepsie und andere neurologische Erkrankungen
  • Alzheimer-Krankheit und Demenzerkrankungen
  • Schlafstörungen und innere Unruhe
  • Multiple Sklerose und Muskelkrämpfe

Ist die Verwendung von CBD in Deutschland legal?

CBD-Produkte fallen nicht unter das Opiumgesetz oder das Betäubungsmittelgesetz, gelten also nicht als Arzneimittel. Dies gilt für CBD-Produkte in jeglicher Form, einschließlich Ölen, Salben und Kapseln. In Deutschland ist die Verwendung von CBD seit 2017 legal. Es war zuvor nur deshalb rechtlich unklar, weil das Gesetz Marihuana-Pflanzen mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,2 % zwar als legal betrachtet hat, Hanfpflanzen jedoch nicht in dieses Gesetz aufgenommen wurden.

Das Gesetz wurde inzwischen dahingehend geändert, dass nun auch Hanfpflanzen legal sind, solange sie einen THC-Gehalt von 0,2 % nicht überschreiten. Es gibt keine allgemeine Regulierung, wie viel THC in einem Cannabisprodukt enthalten sein darf; es gibt lediglich eine Höchstgrenze für die Stärke von THC, die zwischen Kosmetika und Arzneimitteln variiert.

Fazit

Wer sich fragt, was medizinisches Cannabis ist und wobei es hilft, erhält heute eine immer klarere Antwort: Es handelt sich um ein vielseitig einsetzbares Naturheilmittel, das bei zahlreichen körperlichen und psychischen Beschwerden Linderung verschaffen kann. Dank unterschiedlicher Darreichungsformen und der rechtlichen Regelungen rund um CBD und THC in Deutschland stehen Patientinnen und Patienten heute mehr Möglichkeiten offen als je zuvor, medizinisches Cannabis in Absprache mit ihrem Arzt gezielt anzuwenden.

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Fazit: Warum sollte ich in Erwägung ziehen, medizinisches Cannabis zu verwenden?

Es ist wichtig zu verstehen, dass mit dem Cannabiskonsum einige Risiken verbunden sind, auch wenn man es ärztlich verschrieben bekommt. Es ist nicht jedermanns Sache. Manche Menschen können zum Beispiel süchtig werden, andere können Halluzinationen oder Paranoia erleben. Bei manchen eragiert der Körper dramatisch, während andere es kaum fühlen. Die Vorteile dieser Pflanze werden jedoch aufgrund ihrer Risiken oft übersehen oder abgetan. Studien haben gezeigt, dass Cannabis Schmerzen lindert, bei Übelkeit durch Chemotherapie hilft, Muskelkrämpfe bei Multiple-Sklerose-Patienten lindert und unter anderem Angstzustände reduziert. Für viele Patienten, besonders solche mit chronischen Schmerzen, kann Cannabis ein Lebensretter sein.