Äpfel, Nuss und Mandelkern – es duftet weihnachtlich in der Küche. Da lohnt es sich, ein paar Fakten zu kennen über "Äpfel, Nuss und Mandelkern..." und die begleitenden weihnachtlichen Gewürze, die uns die Zeit bis Weihnachten versüßen.
Warum Weihnachtsplätzchen gesund sind
Der Duft der Gewürze weckt oft schöne Erinnerungen und die Vorfreude auf Weihnachten. Viele weihnachtliche Gewürze wirken nämlich positiv auf Körper und Seele – Gewürze wirken auf Body and Soul positiv, wie es die englische Redensart so treffend beschreibt. Der Duft von Anis, Zimt und Kardamom wird automatisch mit Weihnachtsgebäck verbunden, dabei hatte der Genuss dieser Gewürze ursprünglich wenig mit Weihnachten zu tun. Vielmehr waren sie eine Zutat im Gebäck und in den Speisen reicher Leute.
Die Geschichte der Weihnachtsgewürze
Der Preis war hoch, die Reise lang, die die Gewürze aus fernen Ländern hinter sich hatten. Vielleicht kommt daher auch die Gewohnheit, sie nur selten zu verwenden – und das dann besonders gerne an Weihnachten. Über die Jahrhunderte wurden Zimt, Anis, Nelken und Kardamom zu einem festen Bestandteil der weihnachtlichen Backtradition und stehen heute sinnbildlich für die besinnliche Adventszeit.
Gewürze wirken auf Body and Soul positiv
Doch man fand auch heraus: Die Gewürze duften nicht nur herrlich, sie sind auch gut für die Gesundheit – ja, wahre Medizin. Einige regen die Verdauung an, was in der Weihnachtszeit nach reichhaltigem Essen nicht schaden kann, und lösen zudem Krämpfe. Zimt etwa wirkt entzündungshemmend und kann den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen, Kardamom gilt als wärmend und verdauungsfördernd, und Nelken werden traditionell eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt. Genau deshalb sind Weihnachtsplätzchen gesund, wenn man die enthaltenen Gewürze bewusst genießt.
Anis – Heilkraft für Verdauung und Atemwege
Anis hilft bei Husten und Blähungen und wird in der Regel für Anisplätzchen und Springerle verwendet – eine süddeutsche Spezialität. Übrigens irrt, wer glaubt, beim Anis werde der Samen verarbeitet. Es sind nämlich die Früchte, die außer an Weihnachten auch in Schnäpsen zum Einsatz kommen. Babys und Kleinkinder bekommen bei Blähungen das ganze Jahr über natürlich Anis-Fenchel-Kümmel-Tee, und nach der fetten Weihnachtsgans empfiehlt es sich, auf ein paar Anissamen herumzukauen, um die Verdauung anzuregen.
Warum der Apfel so vielseitig gesund ist
Auch der Apfel, fester Bestandteil vieler Weihnachtsgebäcke, punktet gesundheitlich auf ganzer Linie. Er enthält allein schon 30 Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Der Apfel ist dazu auch noch sehr kalorienarm und eignet sich daher hervorragend als gesunde Ergänzung zum süßen Weihnachtsgebäck. Die gesunden Inhaltsstoffe sitzen alle dicht unter der Schale – deshalb sollte man sie beim Verzehr möglichst nicht entfernen. Besonders wertvoll ist das enthaltene Pektin, das den Cholesterinspiegel senkt, Schadstoffe bindet und aus dem Körper ausschwemmt.
Wer also in der Adventszeit genussvoll zu Plätzchen mit Zimt, Anis, Kardamom und Apfel greift, tut nicht nur seiner Seele, sondern auch seinem Körper etwas Gutes. So zeigt sich einmal mehr: Weihnachtsplätzchen können, mit Bedacht genossen, tatsächlich gesund sein.
