Kürbis – die Beere, die mit den Gurken verwandt ist
Wenig Obst oder Gemüse ist so facettenreich wie der kugelrunde Kürbis. Die oft wirklich riesige Frucht, die botanisch gesehen gar kein Gemüse ist, gehört zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen der Erde. Viele fragen sich, warum der Kürbis eigentlich als Beere gilt – die Antwort liegt in seiner engen Verwandtschaft zu Gurken und Melonen. Alle drei Pflanzen gehören zur Familie der Kürbisgewächse und teilen sich einen ähnlichen botanischen Aufbau.
Warum der Kürbis botanisch eine Beere ist
Botanisch gehört der Kürbis übrigens zu den Beerenfrüchten und nicht zu den Gemüsen. Das überrascht viele, denn im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Kürbis meist als Gemüse behandelt. Fachlich korrekt handelt es sich jedoch um eine sogenannte Panzerbeere – genau wie bei der Gurke oder der Melone. Es gibt zudem ca. 850 Sorten, die sich in Form, Farbe, Größe und Geschmack deutlich unterscheiden.
Die Kürbis-Welt ist sehr vielseitig
Allerdings sind sehr viele Arten giftige Zierkürbisse. Diese Sorten sind gefährlich giftige Kürbisse, die in unendlich vielen Formen, Farben und Größen wachsen. Wer Kürbisse essen möchte, sollte daher unbedingt auf ausgewiesene Speisesorten zurückgreifen und Zierkürbisse ausschließlich zur Dekoration verwenden.
Hokkaido oder Early Butternut – was ist der Unterschied?
Der Hokkaido oder der Early Butternut sind die bekanntesten Speisekürbisse und mit ihrem fein-süßlich-nussigen Geschmack sehr beliebt. Je nach Sorte ist die Erntezeit und Lagerfähigkeit recht unterschiedlich. Der Hokkaido überzeugt durch seine essbare Schale und einen intensiven, nussigen Geschmack, während der Butternut mit seiner birnenförmigen Form und einer besonders cremigen Konsistenz punktet.
Die Riesenbeere ist reif, also zur Ernte bereit, wenn sie eine typische Form und Farbe ausgebildet hat. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist der ausgetrocknete, verholzte Stiel. Kühl und trocken gelagert kann der Kürbis mehrere Monate aufbewahrt werden, ohne an Qualität zu verlieren.
Küchentauglichkeit der Kürbisse
Es lässt sich noch viel mehr Feines damit zubereiten als Kürbissuppe. Wobei das eine tolle Sache ist und sehr einfach zuzubereiten bleibt.
Gebraten, gegrillt, gedünstet, überbacken, eingelegt, eingekocht, püriert…..
Suppe, Kuchen (auf Flammkuchen als Belag), Marmelade, Salate, Soßen, Dessert…..
Kürbisse passen sich an und können salzig und süß zubereitet werden, aber auch sauer eingelegt, in Chutneys verarbeitet oder als Beilage zu gegrilltem Fleisch kombiniert werden. Auch geröstete Kürbiskerne sind ein beliebter, gesunder Snack, der beim Verarbeiten der Frucht praktischerweise gleich mit anfällt.
Kürbis schnitzen und anmalen – Kreativität pur
Neben dem Essen macht der Kürbis vor allem im Herbst als kreatives Objekt viel Freude. Zum Schnitzen eignen sich besonders großfrüchtige Sorten mit stabiler Schale, da sich hier Motive wie Gesichter, Muster oder ganze Landschaften gut einarbeiten lassen. Wer sich nicht an filigrane Schnitzarbeiten wagen möchte, kann den Kürbis stattdessen bemalen – mit Acrylfarben lassen sich bunte, lustige oder gruselige Motive gestalten, die besonders zu Halloween und in der herbstlichen Dekoration beliebt sind. So wird der Kürbis nicht nur zum kulinarischen Highlight, sondern auch zum vielseitigen Bastelobjekt für Groß und Klein.
Der Kürbis besteht aus ca. 90 % Wasser und hat viele gesunde Inhaltsstoffe
- Er enthält viele leicht verdauliche Kohlenhydrate.
- Auch Mineralstoffe wie Kalium und Eisen sind reichlich enthalten.
- Die Vitamine A und C sind ebenfalls reichlich in der riesigen Beerenfrucht vertreten.
- Der natürliche Farbstoff Beta-Carotin ist enthalten – ein wichtiger Schutzstoff für die Zellen.
Der Kürbis enthält wenig Kalorien, und die oben erwähnten Inhaltsstoffe stärken das Immunsystem. Ob als gesunde Mahlzeit, dekoratives Schnitzobjekt oder bunt bemaltes Kunstwerk – der Kürbis hat wirklich viele gute Seiten und ist damit ein echtes Multitalent aus Küche, Garten und Bastelstube.
