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Fitness & Ernährung

In Polen darf Bier anscheinend bei urologischen Beschwerden vom Arzt verschrieben werden. Die Erklärung ist die Eigenschaft des Bieres die Nieren gut durchspülen zu können. Warm soll es auch bei einer anehenden Erkältung helfen und beim Einschlafen

Wie dieser Artikel entstanden ist

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Bier als Hausmittel: Was steckt hinter der polnischen Tradition?

Von einer befreundeten Polin habe ich eine interessante Geschichte erfahren: In Polen darf Bier anscheinend bei urologischen Beschwerden vom Arzt verschrieben werden. Die Erklärung dafür liegt in der Eigenschaft des Bieres, die Nieren gut durchspülen zu können. Diese durchspülende Wirkung wird der harntreibenden Wirkung des Hopfens sowie dem hohen Flüssigkeitsanteil des Bieres zugeschrieben, die den Körper anregen, mehr Flüssigkeit auszuscheiden und dadurch die Harnwege zu spülen.

Warm soll Bier zudem bei einer anehenden Erkältung helfen und beim Einschlafen unterstützen. Diese traditionelle Anwendung ist in vielen europäischen Ländern bekannt: Warmes Bier, häufig mit etwas Honig oder Gewürzen wie Zimt und Nelken verfeinert, gilt als altes Hausmittel gegen erste Erkältungssymptome. Die Wärme soll den Hals beruhigen, während die enthaltenen Bitterstoffe des Hopfens eine leicht beruhigende Wirkung entfalten und so das Einschlafen erleichtern können. Auch wenn solche Hausmittel wissenschaftlich nicht immer eindeutig belegt sind, halten sich diese Bräuche seit Generationen in verschiedenen Ländern – von Polen bis nach Mitteleuropa – hartnäckig in der Volksmedizin.

Bier als Symbol der Lebensfreude

Benjamin Franklin soll gesagt haben, dass Bier das überzeugendste Beweismittel sei, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will. Dieser Ausspruch zeigt, wie tief Bier in der Kulturgeschichte vieler Länder verwurzelt ist – nicht nur als Genussmittel, sondern auch als vermeintliches Heilmittel.

Das Reinheitsgebot und seine Geschichte

Das lange diskutierte Reinheitsgebot entstand übrigens unter den bayerischen Herzögen Ludwig X. und Wilhelm IV. – allerdings nicht primär aus Qualitätsgründen, sondern vor allem, um den wertvollen Weizen für die Bäcker zu reservieren.

Gerste war damals deutlich billiger als der teure Weizen und wurde daher für die Bierherstellung bevorzugt. Mittlerweile sind auch andere Stoffe zugelassen, denn es braucht einige Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Kieselgur. Dieser Stoff macht das Bier klar – ohne ihn wäre das Bier nicht so, wie es die Biertrinker heute mögen.

Brauereien in Deutschland und der Region

Allein in Baden-Württemberg gibt es rund 200 Brauereien, in ganz Deutschland sind es über 1000. Damit zählt Deutschland zu den Ländern mit der höchsten Brauereidichte weltweit. Die meisten Brauereien insgesamt gibt es allerdings in Großbritannien.

Bei uns im Rems-Murr-Kreis gibt es sogar noch vier Hausbrauereien, die für regionale Braukunst stehen:

  • Das Kesselhaus in Schorndorf
  • Das Brauhaus Lamm in Leutenbach
  • Die Alte Werkstatt in Schnait
  • Das Schlösslebräu in Sulzbach

Bier vielseitig nutzen: Nicht nur zum Trinken

Hopfen und Malz sind nie verloren – Bierreste kann man zum Beispiel verwenden, um die Blätter von Grünpflanzen schön glänzend zu bekommen. Auch zum Kochen und Backen lässt sich Bier hervorragend einsetzen, etwa in Biertteigen, Marinaden oder herzhaften Schmorgerichten, denen es eine besondere Aromatiefe verleiht.

Ob als vermeintliches Heilmittel bei urologischen Beschwerden, als wärmender Schlummertrunk bei Erkältungsanzeichen oder als kulinarische Zutat: Bier begleitet die Menschen seit Jahrhunderten in vielen Lebensbereichen und bleibt weit mehr als nur ein Getränk.

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Berühmter Sonntagsbraten, ein saftiger Schweinebraten mit Schwarte.

  • 2 kg Schweinebraten mit Schwarte, rautenförmig einschneiden und ca. 2 Std. wässern. Mit Küchenpapier trocknen, salzen, pfeffern.
  • 1 kg Zwiebeln in Ringen
  • 1 oder 2 Karotten
  • Öl zum anbraten, Salz und Pfeffer zum würzen,
  • 500 ml Bier am besten ein Pils

Backofen vorheizen (200 Grad)

Im Bräter das Öl erhitzen, Fleisch anbraten, die Seite mit der Schwarte nicht anbraten.

Das Fleisch kurz aus dem Bräter holen und die Zwiebelringe im Fett andünsten aber nicht zu dunkel werden lassen.

Fleisch wieder in den Bräter legen, 1 kleines Glas Pils in den Bräter gießen, die Schwarte nicht übergießen, sonst wird sie nicht so schön knusprig, den Bräter in den Ofen und insgesamt ca. 2,5 Stunden garen.

Nach 30 Minuten die Hitze allerdings auf  180 Grad reduzieren.

In den 2,5 Stunden das Fleisch immer wieder mit dem Bier übergießen. Dann das Fleisch aus dem Bräter nehmen und in Alufolie gewickelt ruhen lassen.

Die Soße pürieren und eventuell verlängern, dazu etwas Wasser unterrühren wenn die Konsistenz zu dick ist. Noch etwas abschmecken und zu Kartoffelknödeln oder Nudeln, Blaukraut oder einfach Salat servieren.

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