Immer mehr Menschen entscheiden sich für das Campen, oder sogar das Leben als Digitale Nomaden. Doch warum geht der Trend so stark in diese Richtung? Liegt es am Preis? Oder daran, das man oftmals nicht so weite Wege auf sich nehmen muss? Meiner Meinung nach weder das eine noch das andere. Camping ist viel mehr als nur Urlaub, sondern viel mehr ein Lifestyle. Unterhält man sich mit Menschen, die regelmäßig auf Campingplätzen unterwegs sind, schwärmen sie gerade zu von ihren Aufenthalten auf diversen Campingplätzen. Doch was ist daran so anders oder so viel besser als in einem Hotel? Ich möchte euch hier ein wenig Licht ins dunkle bringen und euch zeigen, warum Campen eben nicht nur Urlaub ist.
Was für Campingmöglichkeiten gibt es?
Im Großen und Ganzen kann man das Campen in zwei Kategorien unterteilen. Einmal das Campen auf dem Campingplatz und einmal das Wildcampen. Beim Letzteren geht es darum, sein Zelt mitten in der Natur aufzuschlagen, da wo es einem gerade gefällt. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. In den meisten Bundesländern ist das Wildcampen verboten. Mecklenburg Vorpommern macht da z.B eine Ausnahme. Hier darf man für eine Nacht Wildcampen, so lange man nicht mit dem Auto unterwegs ist. Aber auch hier muss man auf Naturschutzgebiete achten. Das Campen auf dem Campingplatz ist die Art des Campens, an der die absolute Mehrheit teilnimmt. Hier hat man auch diverse Vorteile wie z. b. Sanitäre Anlagen oder eine gewisse Sicherheit
Auf dem Campingplatz wird das Miteinander groß geschrieben
Anders wie sich die heutige Gesellschaft entwickelt hat, wo sich jeder selbst der nächste ist, wird auf dem Campingplatz das Miteinander großgeschrieben. Gerade auf dem Platz angekommen ist man mit seinen Nachbarn schon per „Du“ und kennt seinen Vornamen. Du baust gerade dein Zelt auf oder parkst dein Wohnmobil ein und hast augenscheinlich Probleme dabei? Auf dem Campingplatz musst du nicht erst nach Hilfe fragen, es wird einfach selbstverständlich mit angefasst. Am Abend sitzt du gemütlich vor deinem Zelt bei einem Glas Wein, und plötzlich steht der Nachbar mit einer weiteren Flasche neben dir und gesellt sich dazu. Solche Situationen sind beim Campen ganz normal. Würdest du dich im Hotel bei wildfremden Menschen an den Tisch setzen? Ich auch nicht, macht man ja auch nicht! Auf dem Campingplatz jedoch gehört das einfach dazu. Zugegeben, man muss es mögen. Lifestyle eben!
Mit den Kindern Campen gehen
Kinder brauchen Action, Kinder brauchen Animationsprogramm, Kinder wollen mit dem Flugzeug fliegen. Solche Aussagen hört man immer wieder. Ich sage Quatsch. Kinder wollen Spaß haben, ausgelassen sein und sich frei bewegen können. Beim Campen auf dem Campingplatz dauert es meist nur wenige Stunden, bis die anderen Kinder Wind davon bekommen haben, dass ein neues Kind auf dem Platz ist. Und schneller als man gucken kann, wird das eigene Kind von anderen Kindern eingesammelt, um den Platz unsicher zu machen. Meistens hat man dann Probleme, sein eigenes Kind wieder zwischen die Finger zu bekommen. Hat man es dann doch geschafft beschäftigt man sich auf eine ganz andere Art und Weise miteinander. Weil man eben keinen Fernseher hat oder keinen Pool hat, spielt man eben zusammen Tischtennis oder geht auf den Bolzplatz oder geht Kanu fahren. Alles solche Dinge, die im normalen Alltag evt. Zu kurz kommen. Kinder lieben das meist mehr wie die Action im Hotel und empfinden das Campen als ein unvergessliches Abenteuer.
